Vergessen und verschwiegen: die Kinder der Ketura. Heilige Familie vom 31.05.


Nach den Familienverhältnissen Abrahams gefragt, würden auch viele durchaus bibelfeste Menschen wohl auf Sara und Hagar samt deren Söhnen Isaak und Ismael kommen. Nur den wenigsten aber ist bewusst, dass, wenn auch nur in wenigen Versen, auch noch von einer weiteren, diesmal mit sechs namentlich genannten Söhnen gesegneten, Verbindung Abrahams die Rede ist: „Abraham aber machte weiter und nahm sich eine Frau, ihr Name war Ketura“, heißt es lapidar in 1. Mose 25, Vers 1 in der Übersetzung der Bibel in gerechter Sprache. Ganz legal diese Verbindung, nichts Anrüchiges – und doch: Diese Kinder geraten völlig in Vergessenheit. Dafür sorgt ihr Vater selbst noch vor seinem Tod, indem er sie auszahlt und wegschickt.

Der Text sagt, Abraham habe um Isaaks willen so gehandelt, von ihm habe er die anderen fernhalten wollen. Warum? Welche Gefahr wäre denn von ihnen ausgegangen, den Geschwistern, den Kindern seines Vaters mit einer anderen Frau? Die Kinder der Ketura jedenfalls vollziehen die Trennung konsequent: Beim Begräbnis ihres Vaters sind sie anders als Isaak und Ismael nicht erwähnt.

Was bringt einen Vater dazu, nacheinander alle ihm geborenen Kinder gleichsam ‚in die Wüste‘ zu schicken?

Kerstin Schiffner

Quelle: http://familien-heute.ekvw.net/

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